Unterhaltung
Nicole Kidman plant, Sterbebegleiterin zu werden – Ein Schritt in die Trauerbewältigung
13.04.2026, 22:43 Uhr
Vor anderthalb Jahren musste Nicole Kidman von ihrer Mutter Abschied nehmen, was bei der Hollywood-Schauspielerin tiefe Trauer auslöste. Nun hat sie den Wunsch geäußert, Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten.
Abseits des Glanzes und Glamours der Filmindustrie möchte Nicole Kidman sich künftig für Menschen im privaten Rahmen engagieren. Die Schauspielerin, die seit vielen Jahren zu den bekanntesten Gesichtern Hollywoods zählt, hat den Wunsch geäußert, Sterbebegleiterin zu werden. Dies berichtete sie laut einem Artikel des „San Francisco Chronicle“ während einer Veranstaltung an der Universität von San Francisco am vergangenen Wochenende. Ihr Wunsch ist eine Reaktion auf die tiefe Trauer, die sie nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 2024 verspürte. Kidman ist sich jedoch bewusst, dass ihr Vorhaben „ein bisschen seltsam klingen“ könnte.
In ihrem Vortrag sprach Kidman offen über das Thema. „Als meine Mutter im Sterben lag, war sie einsam, und die Familie konnte nur begrenzt für sie da sein“, erklärte sie. „Meine Schwester und ich haben so viele Kinder, unsere Karrieren und unsere Arbeit, und wir wollten uns um sie kümmern, da mein Vater nicht mehr bei uns war. Ich wünschte mir, es gäbe Menschen, die unvoreingenommen da wären und einfach Trost und Fürsorge spenden könnten.“ Dies sei Teil ihrer eigenen Weiterentwicklung und eines der Dinge, die sie lernen möchte, so Kidman.
Trauer um die verstorbene Mutter
Kidman hatte bereits im Jahr 2014 ihren Vater verloren und musste sich im September 2024 auch von ihrer Mutter verabschieden. In einem Gespräch mit dem Magazin „GQ“ deutete sie kurz nach dem Tod ihrer Mutter an, wie herausfordernd dieser Abschied für sie war. „Sterblichkeit. Verbundenheit. Das Leben kommt und trifft einen“, sagte sie damals. „Der Verlust der Eltern, das Aufziehen von Kindern, die Ehe und all die Dinge, die einen zu einem sensiblen Menschen machen. […] Das Leben ist also, puh. Es ist definitiv eine Reise. Und es trifft einen, wenn man älter wird. Es ist, als würde man um 3 Uhr morgens weinend und nach Luft schnappend aufwachen.“
Kidmans Wunsch, Sterbebegleiterin zu werden, könnte als ein Weg interpretiert werden, um ihre eigene Trauer zu verarbeiten und anderen in ähnlichen Situationen beizustehen.
Bildquelle: depositphotos