Der ehemalige Weltklasse-Linksaußen Eduard Koksharov ist verstorben.
Am Dienstag blieb der Trainer von Brest HC Meshkov beim gemeinsamen Frühstück im Trainingslager aus, was zunächst niemanden beunruhigte. Kurz darauf wurde jedoch die traurige Nachricht bekannt, dass Koksharov leblos in seinem Hotelzimmer aufgefunden wurde. Der 50-Jährige verstarb unerwartet.
„Wir werden ihn als einen Menschen in Erinnerung behalten, der unser Team und die Herzen all derer, die ihn kannten, nachhaltig geprägt hat“, teilte der Klub in einer offiziellen Mitteilung mit. Der plötzliche Tod Koksharovs, bei dem erste Verdachtsmomente auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hindeuten, stellt einen „Verlust für die gesamte Handballfamilie und einen großen Schock für die globale Handballgemeinschaft“ dar.
Koksharovs beeindruckende Karriere
Koksharov gehörte während seiner aktiven Zeit zu den besten Linksaußen weltweit. Nach seiner Zeit beim SKIF Krasnodar wechselte er zu RK Celje, wo er acht Mal die nationale Meisterschaft und 2004 die Champions League gewann. Zudem feierte er zwei russische Titelgewinne mit Medwedi Tschechow. Koksharov ist der einzige russische Nationalspieler, der über 1000 Tore für die Nationalmannschaft erzielt hat (insgesamt 1110 in 226 Länderspielen).
Internationale Erfolge
Mit der russischen Nationalmannschaft gewann er Gold bei der Weltmeisterschaft 1997 sowie bei den Olympischen Spielen 2000. Darüber hinaus sicherte er sich Silber bei der WM 1999 und der EM 2000 sowie Bronze bei den Olympischen Spielen 2004. Bei der WM 1999 wurde er Torschützenkönig und wurde in den Jahren 2001, 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007 bei Welt- und Europameisterschaften als bester Linksaußen ausgezeichnet.
Von 2017 bis 2020 war Koksharov Trainer der russischen Nationalmannschaft. Mit seinem Team aus Brest gewann er in Weißrussland die Meisterschaft, den Pokal, den Supercup sowie die SEHA-Liga. Der ehemalige Handball-Star hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Sein Sohn Alexander Koksharov (24) ist Fußball-Profi beim FK Krasnodar.
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Bildquelle: Dietmar Rabich via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)