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Wie wird die neue EU-App zur Altersverifizierung Kinder im Internet schützen?

Die EU hat eine App zur Altersverifizierung im Internet entwickelt, die anonym und auf allen Geräten nutzbar sein soll. Mit diesem Tool möchte die Kommission den Jugendschutz verbessern und Kinder vor schädlichen Inhalten schützen.

Wie wird die neue EU-App zur Altersverifizierung Kinder im Internet schützen?
Bildquelle: Henry Ascroft auf Unsplash

Um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet zu verbessern, hat die Europäische Union eine App zur Altersverifizierung entwickelt. Diese Anwendung soll anonym, nicht nachverfolgbar und auf sämtlichen Geräten nutzbar sein und wird bald in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU verfügbar sein.

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Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder im Internet effektiver zu schützen, und setzt dabei auf eine europaweit einsetzbare App zur Altersverifikation. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gab in Brüssel bekannt, dass die App technisch abgeschlossen ist und in naher Zukunft für die Bürgerinnen und Bürger der 27 EU-Länder bereitgestellt wird.

Sorge um die Sicherheit von Kindern im Netz

Hintergrund dieser Initiative sind die zunehmenden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Kindern im Internet. Laut Angaben der EU-Kommission hat die Bildschirmzeit von Kindern ein Rekordniveau erreicht. Kinder sind zunehmend den Einflüssen von suchtfördernden Plattform-Designs wie endlosem Scrollen oder stark personalisierten Inhalten ausgesetzt. „Je mehr Zeit Kinder online verbringen, desto größer ist das Risiko, dass sie schädlichen oder illegalen Inhalten ausgesetzt sind“, erklärte von der Leyen.

Die App soll in der Lage sein, den Zugang zu Pornoseiten oder sozialen Netzwerken wie TikTok, Instagram und YouTube für Kinder zu sperren. Das Funktionsprinzip sieht vor, dass Nutzer, die die App herunterladen, sich identifizieren müssen, beispielsweise durch einen Personalausweis, Reisepass oder eine Bankennummer. Die App speichert das Geburtsdatum des Nutzers. Wenn eine Website mit Altersbeschränkung aufgerufen wird, entscheidet die App, ob der Zugriff gewährt oder die Seite gesperrt wird, falls der Nutzer zu jung ist. Die App übermittelt an die Online-Plattformen lediglich die Information, ob der Nutzer alt genug ist.

Die App könnte auch eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, neue Standards für soziale Netzwerke zu setzen. Starte durch mit ‚wedium‘: Ein neues Kapitel für soziale Netzwerke aus Europa könnte hier eine interessante Perspektive bieten.

Rechtliche Herausforderungen und technische Details

Die rechtlichen Hürden für die Implementierung von Altersbeschränkungen sind hoch. Die App ist vollständig anonym, nicht nachverfolgbar und auf allen Geräten einsetzbar, so von der Leyen. Zudem ist der Quellcode der App offen zugänglich. Damit hätten Online-Plattformen keine Ausrede mehr, um den Jugendschutz zu vernachlässigen. Die App orientiert sich an dem Modell des digitalen Covid-Zertifikats, das während der Pandemie innerhalb weniger Monate entwickelt wurde und international breite Anwendung fand.

Ein konkreter Zeitpunkt für die Markteinführung der App wurde von der Kommission jedoch nicht genannt.

In der Theorie gelten für die meisten sozialen Netzwerke bereits Altersbeschränkungen. So sind TikTok, Instagram und Snapchat laut ihren Nutzungsbedingungen in der EU ab 13 Jahren erlaubt, während YouTube und Tumblr ab 16 Jahren genutzt werden dürfen. Pornografische Webseiten sind ab 18 Jahren zugänglich. Bisher müssen Nutzer bei ihrer Anmeldung lediglich ein entsprechendes Geburtsdatum angeben, eine tatsächliche Kontrolle fand bislang nicht statt. Die Kommission hat daher mehreren Plattformen bereits mangelnden Jugendschutz und einen Verstoß gegen das EU-Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) vorgeworfen.

Empfehlungen für Deutschland in Arbeit

In Deutschland arbeitet eine von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) eingesetzte Expertenkommission an konkreten Handlungsempfehlungen zum „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“. Die Ergebnisse dieser Kommission sollen im Sommer vorliegen.

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Bildquelle: Bildquelle: Henry Ascroft auf Unsplash

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