James Carville, der bekannte politische Stratege von Bill Clinton, prognostiziert ein vorzeitiges Ende der Präsidentschaft von Donald Trump. Dies könnte bereits vor dem kommenden Jahr geschehen, möglicherweise sogar in deutlich kürzerer Zeit.
Der 81-jährige Carville äußerte sich in einem Beitrag des YouTube-Formats „Politics War Room“ zur Zukunft des 79-jährigen Präsidenten. Carville, der als langjähriger und entschiedener Kritiker Trumps gilt, sieht ernsthafte Zweifel an der Fähigkeit des Präsidenten, seine Amtszeit zu vollenden.
Trumps mentaler Zustand und seine Autorität
Die drastische Vorhersage des erfahrenen Politikberaters stützt sich auf Beobachtungen, die er in letzter Zeit gemacht hat. Carville bezieht sich dabei sowohl auf Trumps geistigen Zustand als auch auf dessen schwindende Autorität auf der internationalen politischen Bühne. Besonders in Bezug auf die Iran und Straße von Hormus sieht er besorgniserregende Entwicklungen.
„Ich sehe diesen Mann einfach nicht mehr als Präsident der Vereinigten Staaten zu dieser Zeit im nächsten Jahr“, erklärte Carville.
Er fügte hinzu: „Und ich glaube zunehmend, dass wir eine viel kürzere Zeitspanne haben als das.“
Verlust an Bedeutung und Einfluss
Ein zentraler Punkt in Carvilles Argumentation ist die seiner Meinung nach offensichtliche mentale Entwicklung des Präsidenten. Er betont, dass man keine neurologische Ausbildung benötige, um den Verfall zu erkennen.
„Wir alle haben es gesehen. Und man schaut es sich direkt vor den eigenen Augen an. Und es ist kein Wunschdenken, es ist keine Projektion. Es ist einfach das, was passiert“, so Carville.
Die Problematik beschränkt sich seiner Ansicht nach jedoch nicht nur auf den Gesundheitszustand. Carville beobachtet einen signifikanten Bedeutungsverlust Trumps auf globaler Ebene. Internationale Staatschefs, Wähler und Politiker würden Trumps Äußerungen zunehmend weniger Beachtung schenken. Er stellt fest, dass die Ausübung des Amtes nicht mehr mit der Situation vor einem Jahr vergleichbar sei und erwartet, dass sich diese Entwicklung bis November weiter verschärfen wird.
Besorgniserregende Entwicklungen
In den letzten Wochen habe sich Trumps mentaler Zustand noch besorgniserregender entwickelt als zuvor angenommen, warnte Carville. Er sieht die Situation als entscheidenden Wendepunkt.
„Es ist eine schlimme Situation im Moment, und ehrlich gesagt – ich habe so oft falschen Alarm geschlagen, aber ich denke, diesmal ist es wirklich so. Das tue ich wirklich“, räumte der Politikberater ein.
Reaktionen aus dem Weißen Haus
Das Weiße Haus reagierte scharf auf Carvilles Äußerungen. Sprecher Davis Ingle bezeichnete den Strategen als „eiskalten Verlierer“, der am „Trump Derangement Syndrome“ leide.
Donald Trump selbst weist die Bedenken hinsichtlich seiner geistigen Leistungsfähigkeit stets vehement zurück. Er hat wiederholt betont, dass er keine nennenswerten kognitiven Beeinträchtigungen aufweise und beruft sich dabei auf einen Test, den er nach eigenen Angaben mit Bravour bestanden hat.
Trump bezieht sich konkret auf den Montreal Cognitive Assessment (MoCA), einen medizinischen Screening-Test, der in der Praxis verwendet wird, um Personen zu untersuchen, bei denen der Verdacht auf Demenz besteht. Er prahlt damit, die Bewertung erfolgreich absolviert zu haben.
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