Die Ikea-Filialen in Köln werden am Mittwoch von einem Warnstreik betroffen sein. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter der Standorte in Godorf und Butzweilerhof aufgerufen, an diesem Tag die Arbeit niederzulegen. Der Streik wird von einer Kundgebung begleitet, die um 8.30 Uhr vor dem Standort Butzweilerhof beginnen soll. Ein Vertreter von Verdi erwartet, dass etwa 80 Personen an der Aktion teilnehmen werden.
Der Hintergrund des Warnstreiks ist das ergebnislose Ende der ersten Verhandlungsrunde in der aktuellen Tarifrunde für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen. Die Arbeitgeber haben in diesen Verhandlungen kein Angebot unterbreitet, was für Verdi Anlass ist, den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen.
Viktor Efa, ein Sekretär von Verdi, äußerte sich kritisch über das Verhalten der Arbeitgeber und betonte, dass dies bei den Beschäftigten Wut und Enttäuschung ausgelöst habe. Er wies darauf hin, dass die Mitarbeiter täglich im Geschäft arbeiten und den Betrieb aufrechterhalten, während sie gleichzeitig mit weiteren Reallohnverlusten konfrontiert werden.
Von dem Streik betroffen sind die Ikea-Filialen in Butzweilerhof und Godorf. Ein Sprecher von Ikea erklärte, dass das Unternehmen den Branchentarifvertrag unterstütze, da dieser sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber Verlässlichkeit und Sicherheit biete. Zudem respektiere Ikea das Streikrecht und die Autonomie der Tarifparteien, weshalb keine Stellungnahme zu den Forderungen von Verdi während der laufenden Verhandlungen abgegeben werde.
Verdi fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 225 Euro pro Monat. Darüber hinaus setzt sich die Gewerkschaft für einen rentenfesten Mindeststundenlohn von 14,90 Euro sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro ein. Die Laufzeit der neuen Tarifverträge soll zwölf Monate betragen.
Efa betonte die Dringlichkeit einer Einigung und erklärte, dass die Menschen dringend nachhaltige und tabellenwirksame Entgelterhöhungen benötigten, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken und finanziell sorgenfrei ins Rentenalter zu gehen. Er forderte ein deutliches Zeichen von den Arbeitgebern.
Die nächste Verhandlungsrunde im Einzelhandel ist für den 13. Mai angesetzt. Laut Verdi sind im Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen rund 734.000 Beschäftigte von den Verhandlungsergebnissen betroffen. Erneute Warnstreiks bei der KVB in Köln am Montag angekündigt.
Quellen: t-online
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Bildquelle: KI generiert