In Nordrhein-Westfalen haben die Bürgerinnen und Bürger in 17 Städten die Möglichkeit, über eine Bewerbung für die Olympischen Spiele abzustimmen. Die Auszählung der Stimmen beginnt am Abend, nachdem mehr als vier Millionen Wahlberechtigte ihre Stimmen abgegeben haben.
Abstimmung über Olympia-Bewerbung in 17 Städten
Die Abstimmung betrifft die Frage, ob die jeweiligen Städte Teil einer Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 werden sollen. Die Wahlberechtigten konnten ihre Stimmen ausschließlich per Briefwahl abgeben, wobei die Abstimmungsunterlagen bis zu bestimmten Uhrzeiten in den Auszählungsbüros der Kommunen abgegeben werden konnten.
Ergebnisse und Quoren
Die ersten Ergebnisse werden gegen 19 Uhr erwartet, während das endgültige Ergebnis am späten Abend bekannt gegeben wird. In Köln findet zu diesem Anlass eine zentrale Veranstaltung mit dem Ministerpräsidenten und dem Oberbürgermeister statt. Für ein gültiges Ja ist in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern eine Zustimmung von mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten erforderlich. In kleineren Städten liegt die Schwelle bei bis zu 20 Prozent. Sollte das Votum in einer Stadt negativ ausfallen, wird diese aus der Bewerbung ausgeschlossen. In diesem Fall sind alternative Sportstätten vorgesehen.
Öffentliche Meinung zur Olympia-Bewerbung
Eine Umfrage ergab, dass 54 Prozent der Befragten in den 17 Städten für eine Bewerbung stimmen würden. Die Abstimmung findet in Städten wie Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal statt.
Konzept und Wettbewerb
Das Konzept für die Bewerbung setzt auf die Nutzung bestehender Sportstätten und plant, Neubauten zu vermeiden. In Köln, das als „Leading City“ fungiert, sind ein temporäres Leichtathletikstadion und ein Athletendorf vorgesehen. Der Ministerpräsident hat für die Spiele geworben und spricht von einem Zuschauerrekord mit 14 Millionen Tickets, wobei Wettkämpfe unter anderem in Schalke und Dortmund stattfinden sollen. Zudem wird das Rheinische Derby in der Stadt für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen.
Entscheidung über den deutschen Bewerber
Ein positives Votum der Bürger stellt jedoch noch keine endgültige Entscheidung für die Olympischen Spiele in Nordrhein-Westfalen dar. Parallel bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin. München hatte im vergangenen Jahr eine Zwei-Drittel-Mehrheit bei seinem Bürgerentscheid erzielt, während Hamburg am 31. Mai abstimmen lässt. Berlin hingegen verzichtet auf ein Referendum und überlässt die Entscheidung dem Abgeordnetenhaus.
Ausblick auf die Vergabe der Spiele
Der Deutsche Olympische Sportbund wird am 26. September über den deutschen Bewerber entscheiden. Bis Anfang Juni haben die Städte die Möglichkeit, ihre Konzepte zu überarbeiten. Das Internationale Olympische Komitee wird voraussichtlich frühestens 2027 über den Austragungsort der Spiele entscheiden. Ein NRW-Spieler hat unterdessen nur knapp den Eurojackpot verpasst und könnte für zusätzliche Schlagzeilen sorgen.
„`
Bildquelle: Glomex