Die Kölner Bethe-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Besuche von Schulklassen an NS-Gedenkstätten erheblich zu steigern. In den kommenden fünf Jahren plant die Stiftung, gemeinsam mit dem Bund, die Zahl der Jugendlichen, die Orte wie das frühere Vernichtungslager Auschwitz besuchen, zu verdoppeln.
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) gab bekannt, dass die Stiftung die öffentlichen Mittel im Rahmen des Programms „Jugend erinnert“ auf insgesamt rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr erhöht. Insgesamt stellt die von Roswitha und Erich Bethe gegründete Stiftung über einen Zeitraum von fünf Jahren zehn Millionen Euro zur Verfügung.
Bislang wurden jährlich etwa 200 Fahrten mit mehr als 6.000 Teilnehmenden organisiert. Durch die zusätzliche Förderung wird erwartet, dass sich diese Zahl in Zukunft verdoppeln kann.
Engagement der Kölner Stiftung für Bildungsreisen
Die 1996 gegründete Bethe-Stiftung hat bereits seit 2010 Bildungsreisen zu NS-Gedenkstätten unterstützt. In Zusammenarbeit mit zwölf Bundesländern haben mehr als 40.000 Schülerinnen und Schüler Gedenkorte wie Auschwitz, Belzec, Treblinka, Sobibor oder Majdanek besucht. Für aktuelle Nachrichten aus Köln und Umgebung sind solche Projekte von großer Bedeutung.
Die Stifter betonen die Bedeutung solcher Reisen und hoffen, dass sie dazu beitragen, dass sich ähnliche Verbrechen nicht wiederholen. Sie sind der Ansicht, dass keine Form der Wissensvermittlung die Eindrücke eines Besuchs vor Ort ersetzen kann.
Wachsende Relevanz der Projekte
Die Bundesfamilienministerin hebt hervor, dass solche Projekte an Bedeutung gewinnen, da immer weniger Zeitzeugen aus der NS-Zeit zur Verfügung stehen. Es sei wichtig, dass junge Menschen Geschichte direkt an authentischen Orten erleben und daraus Verantwortung für die Demokratie ableiten. In diesem Zusammenhang ist auch die Verkehrsprognose für die Autobahnen rund um Köln zu Ostern von Interesse, um sicherzustellen, dass die Reisen reibungslos verlaufen.
Schulklassen und Gruppen, die an einer Förderung interessiert sind, können sich über das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB) um Unterstützung bewerben. Zudem könnte der Kälteeinbruch in Köln und NRW kommende Woche die Planungen beeinflussen.
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