Der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester hat auf die Kritik an der geplanten Olympia-Bewerbung für Köln und Nordrhein-Westfalen reagiert. In seiner Stellungnahme wendet er sich insbesondere gegen die Äußerungen von Jan Böhmermann, der in einem Podcast geäußert hatte, dass die Kölner Bevölkerung kein Interesse an der Ausrichtung der Olympischen Spiele habe. Burmester betont, dass die Olympischen Spiele positive Effekte für die Stadt und das gesamte Bundesland mit sich bringen könnten. Er lädt Böhmermann zu einem klärenden Gespräch ein, um über die Bedingungen der Bewerbung zu diskutieren.
Kölner Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036, 2040 und 2044
Köln bewirbt sich zusammen mit 16 weiteren Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044. Seit Ende März haben die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Ratsbürgerentscheids die Möglichkeit, über die Bewerbung abzustimmen. Burmester berichtet, dass bereits mehr als die erforderlichen zehn Prozent der Wahlberechtigten per Briefwahl ihre Stimme abgegeben haben.
Ergebnisse der Abstimmung und weitere Schritte
Um die Bewerbung für Nordrhein-Westfalen erfolgreich zu gestalten, müssen bis zum 19. April alle betroffenen Kommunen im Rahmen des Bürgerentscheids zustimmen. Für den Fall, dass eine Kommune die Bewerbung ablehnt, gibt es bereits Alternativen für einzelne Wettkampfstätten. Die Zustimmung von Köln und Düsseldorf, den beiden zentralen Städten der Bewerbung, ist jedoch unerlässlich.
Aktuelle Abstimmungsergebnisse und Prognosen
Der Oberbürgermeister äußert sich optimistisch über die Abstimmungsergebnisse: „Ich gehe davon aus, dass wir überall die Mehrheit erreichen.“ In Köln haben bereits rund 30 Prozent der 814.141 Wahlberechtigten an der Abstimmung teilgenommen. Neben Köln bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin um die Ausrichtung der Spiele. In München haben bereits im Oktober 2025 66,4 Prozent der Wähler für eine Bewerbung gestimmt.
Reaktion auf Markus Söder
Zusätzlich reagiert Burmester auf die Aussagen von Markus Söder, dem bayerischen Ministerpräsidenten, der München als die beste Kandidatur bezeichnet hat. Burmester nimmt diese Äußerung zur Kenntnis und lädt Söder ein, sich während der Spiele in Nordrhein-Westfalen von der Qualität der Bewerbung zu überzeugen. Er weist darauf hin, dass in Nordrhein-Westfalen mehr als vier Millionen Menschen wahlberechtigt sind, was die Region zu einem starken Bewerber macht.
Ausblick auf die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes
Nach Abschluss aller Ratsbürgerentscheide plant der Deutsche Olympische Sportbund im Herbst 2026, eine finale Entscheidung über die Bewerbung zu treffen. Diese Entscheidung muss sich im Rahmen des Verfahrens des Internationalen Olympischen Komitees gegen internationale Konkurrenz durchsetzen. Die Olympischen Spiele in Deutschland wären die ersten seit den Spielen in München im Jahr 1972.
Für weitere Informationen über das Rheinische Derby und die aktuellen Entwicklungen rund um den Trainer Kwasniok sowie die Reflexionen von Micky Beisenherz über den „Kölner Treff“, besuchen Sie die entsprechenden Links.
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Bildquelle: ai-generated-gemini