Die Stadt Köln wird zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika keine städtische Großveranstaltung für Public Viewing anbieten. Dies wurde von einem Sprecher der Stadt in dieser Woche bekannt gegeben.
Die Entscheidung basiert auf den Erfahrungen aus vergangenen Turnieren, die gezeigt haben, dass das Interesse an Public Viewings in der Bevölkerung nicht immer gegeben ist, insbesondere wenn die Spiele nicht im eigenen Land oder in Köln stattfinden. Das Ordnungsamt Köln bereitet sich jedoch auf die Veranstaltung vor und prüft, wie und wo der Außendienst während der WM eingesetzt werden muss.
Bisherige Anträge und allgemeines Interesse
Bislang liegen der Stadt Köln keine konkreten Anträge für Public Viewing im öffentlichen Raum vor, weder für städtische noch für private Flächen. Ähnliche Rückmeldungen kommen auch aus anderen Städten wie Düsseldorf, Essen, Münster und Bielefeld. Duisburg hingegen hat bereits neun Anträge von Gaststätten und Biergärten für kleinere Veranstaltungen erhalten.
In Nordrhein-Westfalen sind spezielle Fanmeilen, wie sie zur Heim-EM 2024 eingerichtet wurden, kaum in Planung. Auch in Dortmund gibt es bisher keinen Beschluss für ein städtisches Public Viewing, wobei die Zeit bis zum WM-Auftakt am 11. Juni noch berücksichtigt wird.
Herausforderungen durch Zeitverschiebung
Ein zentrales Problem stellt die Zeitverschiebung dar, da die WM in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet. Viele Spiele werden spät übertragen und enden nach Mitternacht. Nach dem Immissionsschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen gilt zwischen 22 und 6 Uhr eine Nachtruhe. Kommunen können zwar Ausnahmen beantragen, müssen jedoch die Interessen der Anwohner berücksichtigen.
Die bisherigen Ausnahmen bei der Nachtruhe, die meist bis 24 Uhr oder 1 Uhr gelten, stoßen an ihre Grenzen. Ein Sprecher des Städtetages NRW erklärte, dass es voraussichtlich einen Erlass des Landes geben wird, um diese Regelungen zu klären.
Gastronomie als Alternative
Die deutschen Gruppenspiele beginnen zu relativ akzeptablen Zeiten: Ein Spiel wird um 19 Uhr angepfiffen, zwei weitere um 22 Uhr. Allerdings starten andere Vorrundenpartien erst nach Mitternacht. Das Endspiel ist für 21 Uhr deutscher Zeit angesetzt.
Viele Städte setzen daher auf die Gastronomie. Der Branchenverband Dehoga NRW geht davon aus, dass Gaststätten und Biergärten Angebote für gemeinsames Zuschauen schaffen werden, sofern sich der Aufwand dafür lohnt. Der Erfolg des WM-Geschäfts hängt jedoch stark vom Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft ab: Je weiter die Mannschaft kommt, desto besser sind die Aussichten für die Gastronomie. Zudem reflektiert Micky Beisenherz über den Verlauf des „Kölner Treff“, was die lokale Stimmung während solcher Events beeinflussen könnte. Auch der Auftritt von Collien Fernandes im Kölner Treff könnte für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen.
Rheinisches Derby
Ein weiteres Highlight für die Kölner Fußballfans wird das Rheinische Derby sein, bei dem der 1. FC Köln auf Borussia Mönchengladbach trifft.
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