In Nordrhein-Westfalen wurden mehrere Städte und Kreise als mögliche Risikogebiete für das Hantavirus identifiziert. Für Köln sowie 15 weitere Regionen wurde ein niedriges Risiko festgestellt, das über dem allgemein als gering eingestuften Risiko liegt.
Der Kreis Coesfeld ist die einzige Region, die als mittleres Risiko eingestuft wurde. Dies ist auf die hohe Dichte der Nagetierpopulation in dieser Gegend zurückzuführen, da Mäuse und Ratten als Hauptüberträger des Virus gelten.
Ein Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius im Atlantik sorgte international für Aufsehen, nachdem mehrere Passagiere, darunter ein deutscher Staatsbürger, an den Folgen einer Hantavirus-Infektion verstorben waren. Bei zwei der Verstorbenen wurde das Virus nachgewiesen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) äußerte Besorgnis über mögliche Anzeichen einer Übertragung von Mensch zu Mensch, was als äußerst ungewöhnlich gilt. Normalerweise erfolgt die Übertragung durch den Kontakt mit Urin, Kot oder Speichel von Nagetieren, die entweder eingeatmet oder über kontaminierte Lebensmittel aufgenommen werden.
In Deutschland verlaufen die meisten Infektionen ohne schwerwiegende Folgen. Betroffene berichten gelegentlich von Gliederschmerzen oder Schüttelfrost. In schweren Fällen kann es jedoch zu Nierenfunktionsstörungen kommen. Tödliche Verläufe sind in Europa selten, während auf anderen Kontinenten aggressivere Erreger vorkommen können.
Im Jahr 2026 wurden in Nordrhein-Westfalen bislang zwölf Hantavirus-Infektionen registriert, während im Vorjahr 58 Fälle gemeldet wurden. Drei der aktuellen Fälle stammen aus dem Rhein-Erft-Kreis, der ebenfalls als Gebiet mit niedrigem Risiko gilt, ebenso wie der Rheinisch-Bergische Kreis, der Kreis Düren und die Städteregion Aachen.
Die Mehrheit der Infektionen verläuft symptomfrei, und es existiert keine spezifische Impfung oder Behandlung gegen das Virus. Um sich zu schützen, wird empfohlen, beim Reinigen von möglicherweise von Nagetieren bewohnten Bereichen in der Nähe von Wohnhäusern Handschuhe und Atemschutzmasken zu tragen, da bereits aufgewirbelter Staub ausreichen kann, um das Virus einzuatmen.
Ein Spieler aus dem Rheinland hat kürzlich 71 Millionen Euro im Eurojackpot gewonnen, was für zusätzliche Schlagzeilen sorgte. Ein anderer NRW-Spieler verpasste den Jackpot nur knapp, erhielt aber dennoch einen hohen Gewinn.
Quellen: t-online
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