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Frühlingserlebnis: Besuch von Schloss Burg an der Wupper bei Köln

Schloss Burg an der Wupper, ein bedeutendes Ausflugsziel im Bergischen Land, bietet Besuchern Geschichte und Natur. Die Anlage, die auf eine fast 900-jährige Geschichte zurückblickt, wurde nach umfangreichen Restaurierungen 2022 wieder eröffnet.

Frühlingserlebnis: Besuch von Schloss Burg an der Wupper bei Köln
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Frühlingserlebnis: Besuch von Schloss Burg an der Wupper bei Köln

Das Schloss Burg an der Wupper, etwa 40 Kilometer von Köln entfernt, präsentiert sich im Frühling besonders eindrucksvoll. Die Anlage, die 110 Meter über dem Fluss im Solinger Stadtteil Burg thront, vereint Geschichte, Natur und Wandervergnügen. Aufgrund seiner Attraktivität hat sich das Schloss zu einem beliebten Ziel im Bergischen Land entwickelt. Wer von Köln aus einen Ausflug plant, findet in Tecklenburg oder Zons ebenfalls lohnenswerte Ziele.

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Die Geschichte des Schlosses reicht fast 900 Jahre zurück. Ab 1130 ließ Adolf II. von Berg hier seine Stammburg errichten. Unter Engelbert II., der sowohl Erzbischof von Köln als auch Herrscher über die Grafschaft Berg war, wurde die Burg zu einer repräsentativen Hofburg ausgebaut, die über einen Palast, einen Rittersaal, eine Kemenate und eine Burgkapelle verfügte.

Historische Bedeutung von Schloss Burg

Im Jahr 1288 fand hier eines der bedeutendsten Ereignisse des mittelalterlichen Nordwesteuropas statt: Nach der Schlacht von Worringen wurde der besiegte Erzbischof von Köln von Graf Adolf V. von Berg gefangen genommen, was zur Gründung Düsseldorfs führte.

Im Laufe der Zeit diente die Burg als Jagdschloss und Ort höfischer Feste, bevor sie im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt wurde und schließlich zur Ruine verfiel. 1887 wurde ein Verein gegründet, der sich der Restaurierung der Ruine widmete. Durch Spenden, Konzerte und Lotterieerlöse konnte das Schloss nach und nach wieder aufgebaut werden, und 1919 war das Projekt im Wesentlichen abgeschlossen.

Nach einer zwölfjährigen Sanierungsphase öffnete das Schloss im vergangenen Jahr erneut seine Tore für Besucher. Die eindrucksvollen Wendeltreppen, Wehrgänge und massiven Mauern lassen das Mittelalter lebendig werden. Zudem können Besucher mit einer VR-Brille aus dem Museumsshop historische Szenen virtuell erleben.

Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt zehn Euro, während Kinder im Alter von drei bis 15 Jahren fünf Euro zahlen. Eine Kleingruppenkarte für zwei Erwachsene und drei Kinder kostet 26 Euro. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Montags bleibt das Schloss geschlossen, außer an Feiertagen.

Anreise zu Schloss Burg an der Wupper

Die Anreise mit dem Auto gestaltet sich unkompliziert und dauert etwa 45 Minuten. Am Zielort stehen Parkplätze im Tal (Unterburg) zur Verfügung, von wo aus ein kurzer Fußweg, ein Spaziergang durch den malerischen Ort oder die Seilbahn zur Burg führt.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert rund zwei Stunden. Ab Deutz können zwei Buslinien genutzt werden, wobei ein Umstieg in Wemelskirchen erforderlich ist.

Wanderungen im Bergischen Land

Nach dem Besuch des Schlosses bietet sich der angrenzende Ortskern mit seinen ansprechenden Fachwerkhäusern für einen Spaziergang an. Hier finden sich kleine Cafés und Restaurants, die zu einer Pause einladen. Bei gutem Wetter kann man auch einen Platz mit Blick auf die Burg ergattern und sich eine regionale Spezialität, die Burger Brezel, gönnen.

Ein weiteres Highlight im Frühling ist die Seilbahn von Unterburg zur Burg. Während der Fahrt hat man einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung, der die Reise bereits wert ist. Fahrräder sind erlaubt, jedoch keine E-Bikes.

Wandertouren rund um Schloss Burg

Für Wanderfreunde gibt es rund um Schloss Burg und Solingen ein ausgezeichnetes Wegenetz. Hier sind einige Tourenvorschläge:

  • Pilghauser und Nacker Bachtal (10 km, ca. 3 Stunden): Diese kürzere Runde ab dem S-Bahnhof Solingen-Grünewald führt durch stille Bachtäler und alte Hofschaften und eignet sich gut für Familien und Genusswanderer.
  • Rund um Wald und Weyer (16 km, ca. 5 Stunden): Der Walder Rundweg verläuft durch das Ittertal und das Lochbachtal, vorbei an historischen Mühlen und dem barocken Restaurant Heidberger Mühle.
  • Von Hütte zu Hütte (11 km, ca. 3,5 Stunden): Diese Streckenwanderung verbindet zwei Naturfreundehäuser und führt durch offene Felder und Waldgebiete.
  • Liewerfrauenweg (15,5 km, ca. 5 Stunden): Diese Tour erzählt die Geschichte der „Liewerfrauen“, die bis in die 1920er Jahre Stahlwaren transportierten.
  • Brezelwanderweg (19 km, ca. 6 Stunden): Die anspruchsvollste Tour startet direkt an Schloss Burg und führt zur Sengbachtalsperre, einer der ersten Trinkwassertalsperren Deutschlands.

Quellen: t-online

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