Die Kölner Komikerin Carolin Kebekus hat die neue Staffel ihrer Show gestartet, die seit Donnerstagabend sowohl in der ARD Mediathek als auch im linearen Fernsehen ausgestrahlt wird. In dieser Staffel steht das Thema der weiblichen Wut im Mittelpunkt, ein Aspekt, der in den letzten Wochen viel diskutiert wurde.
Der Anlass für diese thematische Ausrichtung war die Debatte über sexualisierte digitale Gewalt, die durch den Fall der Moderatorin Collien Fernandes und ihres Ex-Ehemanns Christian Ulmen erneut in den Fokus gerückt ist. Kebekus äußerte sich dazu und kritisierte den Umgang mit solchen Vorfällen in der Öffentlichkeit. Sie wies darauf hin, dass die Reaktionen auf den Fall Fernandes wie ein Auslöser wirkten, der eine breitere Diskussion über die Thematik anstoßen sollte. In diesem Zusammenhang kritisierte sie auch Bundeskanzler Merz, dem sie vorwarf, die Diskussion über Sexismus in eine Debatte über Migration umzuleiten.
Persönliche Ansätze zur weiblichen Wut
Kebekus thematisierte die weibliche Wut auch aus einer persönlichen Perspektive. Sie stellte fest, dass bereits bei Kleinkindern Wutausbrüche je nach Geschlecht unterschiedlich bewertet werden. Während Jungen für ihre Wut oft positive Rückmeldungen erhalten, wird bei Mädchen häufig Besorgnis geäußert. Kebekus betonte, dass Wut grundsätzlich etwas Positives sei, da sie auf Missstände hinweise und den Wunsch nach Veränderung signalisiere.
In der ersten Folge war die Linguistin und Rapperin Reyhan Şahin, bekannt als Lady Bitch Ray, zu Gast. Gemeinsam mit Kebekus trat sie auf und präsentierte einen gemeinsamen Song, der unter anderem das Stück „Nicht alle Männer“ beinhaltete, das zuvor viral wurde. In diesem Lied wird die Botschaft vermittelt, dass die Scham in der Debatte um Geschlechtergerechtigkeit nicht länger einseitig sein sollte. Kebekus ergänzte dazu, dass Männer, die unsicher im Umgang mit der Thematik sind, zunächst die Wut der Frauen anerkennen sollten.
Die neuen Episoden der „Carolin Kebekus Show“ werden jeden Donnerstag um 19.30 Uhr in der ARD Mediathek veröffentlicht und sind im Ersten um 23.35 Uhr zu sehen. Eine zweite Staffel mit weiteren sieben Folgen ist für den Herbst, beginnend am 22. Oktober, geplant. Carolin Kebekus äußert sich zu den Vorwürfen gegen Collien Fernandes und Micky Beisenherz reflektiert über den Verlauf des „Kölner Treff“.
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Bildquelle: ai-generated-gemini