Im Kölner Johannes-Giesberts-Park wurde eine Weltkriegsbombe entdeckt, die am 10. Juli 2026 entschärft wurde. Die Stadt Köln informierte über den Fund, der im Rahmen von Untersuchungen auf mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gemacht wurde. Die Entschärfung erfolgte nach mehreren Tagen der Überprüfung des Parks auf Gefahrenstellen.
Bei der gefundenen Bombe handelte es sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe. Vor Ort waren das Ordnungsamt der Stadt Köln sowie der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf, die für die Entschärfung und die Evakuierung zuständig waren. Der Evakuierungsradius betrug 500 Meter, was zur Folge hatte, dass etwa 4.300 Anwohner ihre Wohnungen verlassen mussten.
Evakuierung des Kinderkrankenhauses und weiterer Einrichtungen
Im Zuge der Entschärfung musste auch das angrenzende Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße vollständig geräumt werden. Die Verantwortlichen hatten sich bereits im Vorfeld auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet. Insgesamt mussten 43 junge Patienten kurzfristig verlegt werden, nachdem ursprünglich mit 60 Patienten gerechnet worden war. Die Eltern der betroffenen Kinder wurden persönlich informiert. Eltern sollten Smartphone-Ablenkung im Schwimmbad vermeiden, um Kinder zu schützen.
Zusätzlich waren eine Kindertagesstätte, das Schwimmbad Lentpark sowie der Botanische Garten betroffen. Für die betroffenen Personen wurde eine Anlaufstelle im Erich-Kästner-Gymnasium eingerichtet.
Verkehrseinschränkungen und Auswirkungen auf den Nahverkehr
Die Stadt Köln erwartete erhebliche Verkehrseinschränkungen während der Entschärfung. Hauptverkehrsstraßen wie die Innere Kanalstraße, die Amsterdamer Straße sowie die Stammheimer Straße und der Alte Stammheimer Weg wurden teilweise gesperrt. Auch die Zufahrt zur Zoobrücke in die rechtsrheinischen Stadtteile war zeitweise nicht möglich.
Die Entschärfung hatte auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Es kam zu Einschränkungen auf der KVB-Stadtbahn-Linie 16 sowie auf den Buslinien 124, 140 und 186. Der Johannes-Giesberts-Park war in den Tagen vor der Entschärfung zeitweise vollständig gesperrt, um den Boden auf mögliche Bombenblindgänger zu überprüfen. Bei einer ersten Erkundung wurden 150 Verdachtsmomente festgestellt, die vor der finalen Überprüfung eingegrenzt wurden. Zuletzt vermutete die Stadt Köln an 14 Stellen mögliche Weltkriegsbomben. Köln: WDR-Maus wird Opfer eines Brandattentats und Welche Probleme führen zum Rückruf bei beliebten Mercedes-Fahrzeugen?
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Quellen: t-online, WDR
Bildquelle: KI generiert