Ein tragischer Vorfall überschattet das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Der Amateurrennfahrer Juha Miettinen verstarb nach einem schweren Unfall während eines Qualifikationsrennens.
Im Rahmen der ADAC 24h Nürburgring Qualifiers kam es in der Startphase zu einer Kollision, an der sieben Fahrzeuge beteiligt waren. Miettinen, der in einem BMW 325i fuhr, erlitt so schwere Verletzungen, dass er trotz sofortiger medizinischer Maßnahmen im Medical Center verstarb.
„Trotz der unmittelbar eintreffenden Hilfe konnten die Notfallmediziner nach der erfolgten Bergung aus dem Fahrzeug den beteiligten Piloten Juha Miettinen (BMW 325i, #121) nicht retten“, teilte die Rennleitung mit.
Die anderen sechs Fahrer wurden zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Das Rennen wurde nach 25 Minuten aufgrund des Unfalls im Streckenabschnitt Klostertal mit einer Roten Flagge unterbrochen. Zunächst hatte die Rennleitung erklärt: „Derzeit laufen die Rettungsmaßnahmen für mehrere verletzte Fahrer auf Hochtouren.“ Der Livestream des über vier Stunden angesetzten Rennens wurde daraufhin gestoppt. Kurz darauf kam die Nachricht vom Tod des 66-jährigen Miettinen. Rennleiter Walter Hornung bestätigte, dass die anderen beteiligten Fahrer nicht lebensgefährlich verletzt seien.
Reaktionen auf den tragischen Vorfall
Der Internationale Automobilverband FIA, der unter anderem für die Einhaltung der Regeln in der Formel 1 zuständig ist, äußerte sich bestürzt über die Todesnachricht.
„Unsere Gedanken gehören seiner Familie und Freunden und allen, die an dem Event beteiligt waren“, schrieb die FIA.
Max Verstappen zeigt sich betroffen
Auch Formel-1-Star Max Verstappen, der in diesem Rennen mit einem Mercedes-AMG am Start war, reagierte auf den Vorfall. Er war zum Zeitpunkt des Unfalls nicht auf der Strecke, und sein Teamkollege war nicht in den Unfall verwickelt. Verstappen äußerte in einem kurzen Statement auf Instagram:
„Ich bin schockiert von dem, was heute passiert ist. Der Motorsport ist etwas, das wir alle lieben, aber in Momenten wie diesen wird man daran erinnert, wie gefährlich er ist.“
Das Rennen wird am Samstagabend nicht wieder aufgenommen. Vor den Rennen am Sonntag ist eine Gedenkminute für den verstorbenen Miettinen in der Startaufstellung geplant.
Der Nürburgring: Eine gefährliche Strecke
Der Nürburgring in der Eifel gilt als eine der legendärsten, aber auch gefährlichsten Rennstrecken. Berichten zufolge sind dort in Rennen und bei Touristenfahrten bis zu 200 Menschen ums Leben gekommen. Ein besonders bekannter Unfall in der Geschichte der Formel 1 ereignete sich am 1. August 1976 auf der Nordschleife, als der österreichische Rennfahrer Niki Lauda beinahe in seinem Ferrari verbrannte. Ein ähnlicher tragischer Vorfall, bei dem ein Vater während einer Pinkelpause im Wald verstarb, wurde nicht als Arbeitsunfall anerkannt. Das Gerichtsurteil sorgte für Aufsehen.
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