Über fünf Jahre hinweg hat eine Untersuchung die Aktivitäten chinesischer Forschungsschiffe analysiert, die auf eine bevorstehende militärische Konfrontation hindeuten.
Während die internationale Gemeinschaft die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine beobachtet, rüstet China seine Marine auf. Insbesondere im Unterwasserbereich stellt Pekings Militär eine zunehmende Bedrohung für die USA dar. Ein neuer Ansatz für Frieden könnte hier von Bedeutung sein.
Im März äußerten mehrere hochrangige Vertreter des US-Militärs Besorgnis über diese „ernsthafte Herausforderung“. Vizeadmiral Richard Seif, Kommandeur der U-Boot-Streitkräfte der US-Marine, erklärte, dass China aktiv daran arbeite, den US-Vorteil im maritimen Bereich zu untergraben, insbesondere durch die rasante Expansion und Modernisierung seiner U-Boot-Flotte.
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Ein neuer Bericht legt nahe, dass China bereits die Grundlagen für einen möglichen U-Boot-Krieg mit den USA legt, indem es den Meeresboden kartografiert. Dutzende chinesische Forschungsschiffe sind damit beschäftigt, strategisch wichtige Regionen der Weltmeere zu vermessen.
Obwohl offiziell die Suche nach Mineralvorkommen und Fischgründen im Vordergrund steht, deuten die gesammelten Daten laut Experten darauf hin, dass sie auch militärisch genutzt werden könnten. Diese Informationen verschaffen Peking ein detailliertes Bild der maritimen Umgebung, in der im Falle eines Konflikts U-Boot-Kämpfe stattfinden könnten.
Verdächtige Schiffsbewegungen
Ein Beispiel für diese Aktivitäten ist das Forschungsschiff „Dong Fang Hong 3“, das in den Jahren 2024 und 2025 in den Gewässern nahe Taiwan und der US-Strategieinsel Guam operierte. Schiffsverfolgungsdaten zeigen, dass es sich auch in strategisch wichtigen Bereichen des Indischen Ozeans bewegte.
Im Oktober 2024 überprüfte das Schiff leistungsstarke chinesische Ozeansensoren, die in der Lage sind, Unterwasserobjekte in der Nähe von Japan zu identifizieren, und kehrte im Mai 2025 in dasselbe Gebiet zurück. Im März 2025 durchquerte es die Gewässer zwischen Sri Lanka und Indonesien und überwachte dabei die Zufahrten zur Straße von Malakka, einem entscheidenden Knotenpunkt für den internationalen Seehandel.
Experten für Seekriegsführung und Vertreter der US-Marine betonen die Bedeutung der von der „Dong Fang Hong 3“ gesammelten Tiefseedaten. Diese Informationen ermöglichen es China, die Unterwasserbedingungen zu verstehen, die für den effektiven Einsatz seiner U-Boote und die Aufspürung gegnerischer Kräfte erforderlich sind. Die US-Stärkung im Nahen Osten könnte ebenfalls eine Rolle spielen.
Strategische Ziele Chinas
„Wenn man sich den schieren Umfang ansieht, wird sehr deutlich, dass sie eine expeditionäre Hochseemarine aufbauen wollen, die auch auf U-Boot-Operationen ausgerichtet ist“, erklärte Jennifer Parker, Professorin für Verteidigung und Sicherheit an der University of Western Australia und ehemalige australische Offizierin für U-Boot-Abwehr.
Das Forschungsschiff „Dong Fang Hong 3“ ist nicht das einzige seiner Art. Es ist Teil einer umfassenden Initiative zur Kartierung und Überwachung der Ozeane, an der zahlreiche Forschungsschiffe und Hunderte von Sensoren beteiligt sind. Radioaktive Gefahren am Wrack des Atom-U-Bootes „Komsomolez“ könnten ebenfalls von Interesse sein.
Für die Analyse wurden Aufzeichnungen der chinesischen Regierung sowie wissenschaftliche Studien und Artikel ausgewertet. Die Bewegungen von 42 aktiven Forschungsschiffen im Pazifik, Indischen Ozean und der Arktis wurden über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren verfolgt, wobei eine Schiffsverfolgungsplattform des neuseeländischen Unternehmens Starboard Maritime Intelligence genutzt wurde.
Die gesammelten Informationen und die strategischen Bewegungen Chinas werfen Fragen über die zukünftige maritime Sicherheit auf und verdeutlichen die Notwendigkeit einer genauen Beobachtung der Entwicklungen in dieser Region.
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Bildquelle: PH1 Mike Flynn via Wikimedia Commons (Public domain)