Ungarn steht vor einem bedeutenden Regierungswechsel, da der amtierende Ministerpräsident Viktor Orban nach 16 Jahren möglicherweise abgewählt wird. Bei der Parlamentswahl am Sonntag hat die proeuropäische Partei Tisza unter der Führung von Peter Magyar, nach Auszählung von über der Hälfte der Stimmen, laut Angaben der Wahlkommission 136 Mandate im 199 Sitze umfassenden Parlament erreicht. Dies könnte ausreichen, um eine knappe Zweidrittelmehrheit zu sichern, die für einen echten Politikwechsel erforderlich ist.
Oppositionsführer Peter Magyar berichtete, dass Viktor Orban ihn telefonisch kontaktiert und zu seinem Wahlsieg gratuliert habe. Dies deutet auf eine mögliche friedliche Übergabe der Macht hin.
Aktuelle Wahlauszählung und Ergebnisse
Der aktuelle Stand der Auszählung zeigt, dass die Tisza-Partei mit 136 Mandaten vor der Fidesz-KDNP, die auf 56 Mandate kommt, liegt. Die Auszählung ist noch nicht abgeschlossen, aber bereits 53,45 Prozent der Stimmen wurden erfasst. Der Stand der Auszählung wurde am 12. April 2026 um 21:20 Uhr (MESZ) veröffentlicht.
- Tisza: 136 Mandate
- Fidesz-KDNP: 56 Mandate
Bedeutung des Wahlausgangs für die EU
Der Wahlausgang hat auch weitreichende Konsequenzen für die Europäische Union, da Orban in der Vergangenheit häufig gegen Brüsseler Beschlüsse opponiert hat. Magyar hat angekündigt, die Westbindung Ungarns wiederherzustellen, was auf eine mögliche Annäherung an die EU hindeutet. Wir werden die Beziehungen zu unseren europäischen Partnern stärken und die Zusammenarbeit intensivieren, sagte Magyar in einer ersten Stellungnahme.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu beobachten, ob die Tisza-Partei tatsächlich die angestrebte Zweidrittelmehrheit erreichen kann und wie der Übergang der Macht gestaltet wird.
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Bildquelle: Révész Gábor via Wikimedia Commons (CC BY 3.0)