Der kambodschanische König Norodom Sihamoni hält sich seit mehreren Wochen in Peking auf. Der Grund für seinen längeren Aufenthalt im Ausland ist eine Diagnose: Der Monarch leidet an Prostatakrebs.
Bereits seit über einem Monat ist König Norodom Sihamoni in der chinesischen Hauptstadt, ohne dass die Öffentlichkeit über den Grund seines Aufenthalts informiert war. Am 10. April 2026 gab der königliche Palast im regionalen Fernsehen bekannt, dass der 72-Jährige an Prostatakrebs erkrankt ist. Diese Information wurde auch von dem französischen Magazin „Point de Vue“ am selben Tag veröffentlicht.
Wie „Point de Vue“ berichtet, wurde Norodom Sihamoni bereits am 31. März operiert. Diese Operation war notwendig, um die Diagnose zu stellen. Die Erkrankung wurde rechtzeitig erkannt, und die Ärzte schließen derzeit schwerwiegende Komplikationen aus.
- Häufigster Krebs bei Männern: Informationen zur Erkennung und Behandlung von Prostatakrebs.
In einer Ansprache an sein Volk erklärte der König, dass er vorerst nicht nach Kambodscha zurückkehren könne:
„Das Ärzteteam hat mich gebeten, in China zu bleiben.“
Weiterhin fügte er hinzu:
„Ich muss noch ein bis zwei Monate im Krankenhaus bleiben, um meine Behandlung fortzusetzen und die notwendige Pflege zu erhalten.“
Norodom Sihamoni hat einen Großteil seines Lebens im Ausland verbracht. Er war unter anderem als Professor für Tanz in Paris tätig und gründete eine eigene Tanzgruppe. Der König spricht mehrere Sprachen, darunter Französisch, Englisch und Tschechisch. 2004 bestieg er den Thron in Kambodscha und folgte damit seinem Vater, König Norodom Sihanouk, der aufgrund einer Krebsbehandlung in Peking abdankte und 2012 verstarb.
Die Rolle von Sihamoni als König ist weitgehend symbolischer Natur. Diese basiert auf einer Vereinbarung, die 1993 zwischen seinem Vater und der politischen Führung des Landes getroffen wurde, um Norodom Sihanouk nach Jahren im Exil die Rückkehr auf den Thron zu ermöglichen.