London – In Großbritannien wird der Zugang zu Tabakprodukten für eine ganze Generation stark eingeschränkt. Personen, die nach dem 31. Dezember 2008 geboren wurden, dürfen künftig keine Zigaretten mehr erwerben. Mit diesem Gesetz zur Schaffung einer „rauchfreien Generation“ hat das britische Parlament einen der strengsten Beschlüsse in Europa zur Bekämpfung des Tabakkonsums gefasst.
Der zentrale Aspekt des Gesetzes ist die schrittweise Erhöhung des Mindestalters für den Tabakkauf. Aktuell dürfen alle Personen ab 18 Jahren Zigaretten kaufen. Das neue Gesetz sieht vor, dass dieses Mindestalter kontinuierlich angehoben wird. Somit wird es für alle, die ab dem 1. Januar 2009 geboren wurden, niemals möglich sein, Zigaretten zu kaufen. Das Rauchen selbst bleibt jedoch weiterhin erlaubt.
Gesundheitsminister Wes Streeting bezeichnete den Beschluss als einen „historischen Moment“ für die öffentliche Gesundheit. Auch die Regelungen für E-Zigaretten werden verschärft: In Zukunft sind diese, auch bekannt als Vapes, auf Spielplätzen, in Autos mit Kindern und in Krankenhäusern verboten.
Internationale Vorbilder im Kampf gegen das Rauchen
Die Malediven haben am 1. November 2025 als erstes Land weltweit ein ähnliches Gesetz eingeführt. Dort dürfen Personen, die nach dem 1. Januar 2007 geboren wurden, keine Tabakprodukte mehr legal erwerben.
Ein weiteres Beispiel für ein rauchfreies Land in Europa ist Schweden, wo der Anteil der täglichen Raucher kontinuierlich sinkt. Im Jahr 2024 gaben lediglich rund 5 Prozent der über 16-Jährigen an, regelmäßig zu rauchen. Allerdings greifen viele Schweden auf andere Nikotinprodukte zurück. So nutzen etwa 25 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen regelmäßig „Snus“, ein Kautabakprodukt, das in der EU nicht verkauft werden darf.
Raucherquote in Deutschland
In Deutschland rauchen über 20 Prozent der Bevölkerung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet regelmäßig den Fortschritt der Länder im Bereich des Nichtraucherschutzes. Im Jahr 2024 stellte die WHO fest, dass Deutschland in mehreren Aspekten, wie der Besteuerung von Tabakprodukten, hinterherhinkt. Die WHO empfiehlt, dass die Steuern mindestens 75 Prozent des Verkaufspreises ausmachen sollten.
Viele Raucher in Deutschland wünschen sich, mit dem Rauchen aufzuhören. Initiativen wie die von BILD und Hypnotiseur Jan Becker bieten Unterstützung an, um den Ausstieg aus dem Tabakkonsum zu erleichtern.
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