Starke Regenfälle und Saharastaub haben in Griechenland zu erheblichen Störungen im Flug- und Fährverkehr geführt. In der Nähe von Athen kam ein Mann ums Leben, nachdem er von den Wassermassen mitgerissen wurde. Die Feuerwehr erhielt seit Beginn der Unwetterlage vor drei Tagen nahezu 500 Notrufe, die sich auf überflutete Keller und umgestürzte Bäume bezogen.
Eine heftige Unwetterfront über dem zentralen Mittelmeer hat in der Ägäis und auf Kreta massive Beeinträchtigungen verursacht. Die Behörden haben die Bevölkerung in zahlreichen Regionen Griechenlands per SMS aufgefordert, möglichst in ihren Wohnungen zu bleiben. Auf einigen Ägäis-Inseln wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde gemessen, was zu Überflutungen führte.
Auf der Insel Rhodos mussten zahlreiche Flüge gestrichen oder umgeleitet werden, während der Luftverkehr mittlerweile weitgehend wieder normal verläuft. Der Fährverkehr wurde in vielen Teilen des Landes eingestellt. In ähnlichen Situationen, wie etwa in Hawaii, kam es ebenfalls zu massiven Evakuierungen aufgrund extremer Wetterbedingungen.
Zusätzlich zu den Unwettern sorgte Saharasand für eine orangefarbene Verfärbung des Himmels über Kreta. Die Sicht war derart eingeschränkt, dass auch am Flughafen Heraklion Flüge abgesagt werden mussten. Für Kreta gilt weiterhin eine erhöhte Unwetterwarnung.
Meteorologen prognostizieren kräftige Regenfälle, Gewitter und örtlich Hagel. Eine Entspannung der Wetterlage wird erst für Freitagabend erwartet. Auch die Lufthansa und ihre Partnerairlines haben aufgrund der Unwetterlage ihre Nahost-Flüge bis Herbst ausgesetzt.
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